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Infos zur Versicherung

Ohne Krankenversicherungsschutz können Sie sich in Deutschland nicht immatrikulieren. Vergessen Sie also nicht, sofort nach Ihrer Ankunft eine Krankenversicherung abzuschließen.

Grundsätzlich gilt: Bis zum 30. Lebensjahr (oder bis zum 14. Fachsemester) besteht Versicherungspflicht. Das heißt, auch im weiteren Verlauf des Studiums müssen Sie regelmäßig Ihre Krankenkassenbeiträge bezahlen. Sonst können Sie exmatrikuliert werden. Auch für die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis ist der Nachweis einer Krankenversicherung unabdingbar.

Versicherung


Privat oder gesetzlich?

In Deutschland können Sie zwischen privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen wählen. Bis zu Ihrem 30. Lebensjahr (oder dem 14. Fachsemester) müssen Sie sich grundsätzlich bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. Nur in Ausnahmefällen ist eine private Versicherung zulässig. Klären Sie dies mit Ihrem Studentenwerk ab. Bedenken Sie jedoch vor Übertritt in eine private Versicherung: Danach können Sie während des gesamten Studiums nicht mehr in eine gesetzliche Krankenkasse wechseln.
Die meisten Studierenden sind ohnehin über eine der gesetzlichen Krankenkassen versichert, da diese oft günstigere Tarife als die privaten Kassen anbieten. Zurzeit liegen die monatlichen Beitragssätze für Studierende bei den gesetzlichen Kassen bei rund 50 Euro. Ehepartner und Kinder des Versicherten sind in diesem Betrag mitversichert, wenn sie über kein eigenes (oder nur über ein geringes) Einkommen verfügen.

Nützliche Informationen zu den Krankenkassen und speziellen Studententarifen finden Sie im Internet unter


Wer braucht wann welchen Versicherungsschutz?


Grundsätzlich gilt:

Für ein Studium in Deutschland müssen Sie bis zu Ihrem 30. Lebensjahr (oder 14. Semester) bei einer gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland versichert sein. Die meisten dieser Versicherungen haben günstige Studententarife. Zudem bieten viele Studentenwerke Servicepakete für internationale Studierende an, die eine entsprechende Krankenversicherung enthalten.


Ausnahme Sozialversicherungsabkommen:

Mit einigen Ländern (darunter den Mitgliedsländern der EU und des EWR) bestehen Sozialversicherungsabkommen: In einem solchen Fall können Sie unter Umständen über die Krankenversicherung in Ihrem Herkunftsland weiter versichert bleiben. Dafür müssen Sie in Deutschland bestimmte Unterlagen vorlegen. EU-Mitglieder benötigen meistens eine Europäische Krankenversicherungskarte oder das Formular E 128 /E 111. Erkundigen Sie sich unbedingt vor Ihrer Abreise, welche Papiere Sie nachweisen müssen. Klären Sie zudem mit Ihrem heimischen Versicherer, für welche Leistungen er in Deutschland aufkommt. Nicht immer übernehmen die ausländischen Versicherungen alle hier anfallenden Kosten. Dann müssen Sie für eventuelle Mehrkosten selber aufkommen.

Auf der Homepage der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (http://www.dvka.de/oeffentlicheSeiten/Kontaktadressen/VerbindungsstellenAusland.htm) erfahren Sie, mit welchen Ländern Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat.

Ausnahme privat versichert im Heimatland:

In einigen Fällen werden in Deutschland private Krankenversicherungen anderer Länder anerkannt. Dann benötigten Sie für die Immatrikulation eine Bestätigung, dass Sie von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung befreit sind. Bedenken Sie dabei: Privat Versicherte müssen alle ärztlichen Leistungen und Medikamente in Deutschland im Voraus selber bezahlen und anschließend mit der Krankenkasse im Herkunftsland abrechnen.


Ausnahme Altersgrenze (30 Jahre) überschritten:

Wer über 30 Jahre alt ist (oder das 14. Fachsemester beendet hat), kann nicht mehr den günstigen Studententarif der gesetzlichen Krankenkassen in Anspruch nehmen. Er hat dann zwei Optionen: Er versichert sich freiwillig bei einer gesetzlichen Versicherung oder er schließt eine private Versicherung ab. Für letzteren Fall hat das Deutsche Studentenwerk günstige Konditionen mit einem privaten Versicherer getroffen. Informieren Sie sich unter http://www.daad.de/deutschland/index.de.html.

Fragen zum Versicherungsschutz? Dann kontaktieren Sie am besten die Sozialberatungsstelle des Studentenwerks oder das Akademische Auslandsamt an Ihrer Hochschule.